Unternehmen

Wir  –  die Firma Ziegler blicken auf ein mehr als 100-jähriges Bestehen zurück.

Als sich Jakob Ziegler am 19. November 1899 nach der üblichen Wanderzeit im Schreinerdorf Zuffenhausen niederließ, ahnte er wahrscheinlich noch nicht, dass er damit den Grundstein für ein renommiertes Bestattungsunternehmen legte.
Zwar fertigte der Handwerksmeister von Anfang an auch Särge, doch das war für einen Schreiner in der damaligen Zeit nichts Besonderes.
Auch dass Sohn und Enkel in die Fußstapfen des Vaters treten, hielt man Anfang des Jahrhunderts nicht für weiter erwähnenswert.
So brachten die Brüder Eugen und Otto Ziegler den Familienbetrieb trotz des Ersten Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise in Schwung und schafften für Eugen Junior, der 1921 geboren wurde, eine wirtschaftliche Grundlage.
Der jüngste Spross der Familie war es auch, der das Unternehmen immer mehr zum Bestattungsdienst (so damals genannt) umfunktionierte – was sich in Stuttgart als nicht ganz leicht herausstellen sollte.
Die privaten Bestattungsunternehmen – Eugen Ziegler und Walter Haas – zählten zu den Pionieren und erkannten schnell, dass ein Begräbnis weit mehr unliebsame Arbeit für die Hinterbliebenen bedeutet, als Sarg aussuchen und Trauerpredigt bestellen. Dekoration, Karten, Anzeige in der Zeitung, Sterbegeld, Gebühren – Eugen Ziegler wollte die komplette Dienstleistung erbringen. Für den Familienbetrieb in der Sachsenstraße bedeutet der Dienst nicht selten die Sieben-Tage-Woche.

Eugen Ziegler gehörte als – geprüfter Bestatter vom Handwerk – auch zu den ersten Mitgliedern des „Baden-Württembergischen Landesverbands der Bestatter“ und begleitete dort bis zu seinem Tode gewählte Ämter.

Den Tod, sagte Hilde Ziegler, die das Unternehmen lange Jahre nach dem Tod ihres Mannes geleitet hat, kann man nicht planen. So seien zu Zeiten der Grippe-Epidemie bis zu 100 Bestattungen pro Monat zu bewältigen gewesen – und jede musste so sorgfältig und zuverlässig wie die andere vorbereitet und durchgeführt werden.
Es gab auch ganz besondere Bestattungen, wie das Staatsbegräbnis von Alt-Bundespräsident Theodor Heuss bei dem Gäste aus dem In- und Ausland an der Trauerfeier teilnahmen und die Firma Ziegler von seinem Sohn in Anerkennung für tadellose Leistung mit einer Medaille geehrt wurde. Oder etwa nach dem Attentat auf den damaligen Arbeitgeberpräsident
Hanns-Martin Schleyer. Hier wurden die Zieglers nach Köln gerufen, um die im Dienst gestorbenen Stuttgarter Polizisten nach Hause zu holen, damit ihnen ebenfalls ein Staatsbegräbnis mit Trauerfeier im Landtag bereitet werden konnte.

Sohn Eberhard, der schon früh die Hochschulkarriere eingeschlagen hatte, half im elterlichen Betrieb wann immer er konnte mit.

Im Jahr 1987 zog Hilde Ziegler schweren Herzens einen Schlussstrich unter die Zieglerische Familienbetriebs-Geschichte.

Heute gehört die Firma Ziegler zum Partnerunternehmen Walter Haas, die ebenso auf eine lange Familientradition zurück blickt.

Der Bereich der Dienstleistung wurde konsequent weiter ausgebaut. Mitarbeiter wurden geschult und nahmen bzw. nehmen noch heute an zahlreichen Seminaren und Fortbildungskursen teil.

Wir mit unseren langjährigen Mitarbeitern sind stets auf die Ausnahmesituation in der sich Hinterbliebene befinden eingestellt.

Mit Sorgfalt und Respekt vor den Toten und dem notwendigen Einfühlungsvermögen für die Trauernden begleiten wir Sie Schritt für Schritt.

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